Ziel
Die Studie dient als Grundlage für die Umsetzung konkreter Maßnahmen. Im Rahmen der Machbarkeitsstudie wurden geeignete Flächen und Maßnahmen identifiziert, die eine konfliktarme Umsetzung von Freiraumprojekten ermöglichen. Dabei umfasst die Studie Maßnahmenvorschläge, erste Kosteneinschätzungen sowie die Benennung von relevanten Akteur:innen und Leitlinien für die Umsetzungen.
Die angrenzenden Stadträume und querende Verbindungen wurden je nach Thematik und Anlass in die Untersuchung mit einbezogen. In weiten Teilbereichen besteht bislang nur ein Trampelpfad entlang des Ufers, der nicht öffentlich ist. Im Bestand ist u.a. zwischen Südostallee- und Kiefholzbrücke ein öffentlich gesicherter und nutzbarer Uferweg vorhanden. Dieser soll in einem ersten Schritt durch das Straßen- und Grünflächenamt Treptow-Köpenick erneuert werden. Projektinformationen dazu finden Sie hier.

Verfahren und Zeitplan
Die Machbarkeitsstudie wurde vom Herbst 2024 bis Ende 2025 erstellt und in einem Bericht dokumentiert. Die Ergebnisse wurden am 17.02.2026 im Saal der Volkshochschule Treptow-Köpenick im Rahmen der Quartiersbeiratssitzung der Öffentlichkeit vorgestellt. Die Präsentation zur Veranstaltung finden Sie hier.
In der Analysephase der Machbarkeitsstudie hat das Planungsbüro SWUP GmbH die fachlichen Grundlagen zusammengetragen. Untersucht wurde das Planungsrecht, die städtebauliche Struktur, Eigentumsverhältnisse, bestehende Nutzungen, naturschutzfachliche Belange sowie der Zustand der Wege, Freiflächen und deren Barrierefreiheit. Ergänzend erfolgte eine historische Analyse des Gebiets, um mögliche Nutzungskonflikte und besondere Herausforderungen zu identifizieren. Die Ergebnisse wurden seitens des Planungsbüro SWUP GmbH bewertet und in einem übergeordneten planerischen Zusammenhang gebracht.
In der Machbarkeitsstudie wurde auch die Nachbarschaft in verschiedenen Beteiligungsformaten eingebunden (siehe mehr dazu unter „Beteiligung der Öffentlichkeit“). Diese Ergebnisse wurden in der Studie berücksichtigt.

Zur besseren Strukturierung wurde das Projektgebiet in Teilbereiche untergliedert, die sich aus der räumlichen Teilung des Uferwegs ergeben haben. Die einzelnen Teilbereiche wurden anhand der SWOT-Analyse (Stärken, Schwächen, Chancen, Risiken) ausgewertet.
Die Ergebnisse der Analyse bilden die Grundlage für die Maßnahmenvorschläge und deren Bewertungen nach Dringlichkeit, Realisierbarkeit und Kostenintensität in den festgelegten Teilbereichen.
Die Machbarkeitsstudie ist eng mit weiteren Planungen im Untersuchungsraum und angrenzenden Bereichen verzahnt. Das Standortentwicklungskonzept für den Bereich der Sportanlage am Rodelberg wurde teils parallel erarbeitet und wird demnächst abgeschlossen. Zudem wurde bereits die Planung des ersten Bauabschnitts des Uferwegs im zentralen Bereich erstellt und soll 2026 bis 2027 umgesetzt werden. Da dieser Weg bereits vorhanden und für die Allgemeinheit gesichert ist, geht es hier vor allem um eine Erneuerung der Wege und die Vergrößerung des Spielplatzes. Hier gelangen Sie zur Projektbeschreibung.
Ergebnis und nächste Schritte
Der nördliche Bereich des Britzer Verbindungskanals biete großes Potential für einen durchgängigen Uferweg, der in einen zusammenhängenden Grünzug eingebunden werden kann. Heute ist der Kanal teilweise schwer zugänglich und nicht für alle durchgängig passierbar. Künftig soll der Kanal sichtbarer und erlebbarer für die Öffentlichkeit gemacht werden und Teil des Freiraumnetzes werden. Somit würde dieser Bereich einen Naherholungs- und Versorgungsort für die angrenzenden Quartiere bilden.

Mit dem Abschluss der Machbarkeitsstudie liegt nun eine Planungsgrundlage vor, die Orientierung für die zukünftige Entwicklung des Uferwegs bietet. Die darin vorgestellten Maßnahmen zeigen, wie der Uferweg Schritt für Schritt zu einem lebendigen, zugänglichen und ökologisch sowie nachbarschaftlich wertvollen Freiraum ausgebaut werden kann.
Empfohlen wird, zunächst dort zu beginnen, wo der Handlungsbedarf am größten ist und Umsetzungskosten und Realisierbarkeit am besten zusammenpassen. Die konkrete Reihenfolge der Umsetzung hängt von den notwendigen Abstimmungen ab.

Beteiligung der Öffentlichkeit
Im Rahmen der Machbarkeitsstudie „Uferweg am Britzer Verbindungskanal“ und angrenzende Bereiche fand eine Beteiligung aller relevanten Akteur*innen statt. Auch die Öffentlichkeit wurde über verschiedene Beteiligungsveranstaltungen in die Erstellung der Studie einbezogen.
Die Onlinebeteiligung lief vom 19. November bis 17. Dezember 2024 über mein.Berlin. Hier gelangen Sie zum Ergebnis. Neben der Beteiligung des Quartiersbeirates fand darüber hinaus am 19. Mai 2025 ein offener Workshop mit Jugendlichen in der Jugendfreizeiteinrichtung Rumba statt. Das Protokoll und die Ergebnisse können Sie hier einsehen.
Impressionen des Projekts
Im Rahmen der Machbarkeitsstudie hat die bezirkliche Anlaufstelle für Bürgerbeteiligung Treptow-Köpenick einen virtuellen Rundgang entlang des Uferwegs am Britzer Verbindungskanal erstellt, um das Gebiet auch digital erlebbar zu machen. Hier gelangen Sie zum Rundgang.